"Deine Gegenwart ist meine Vergangenheit" - Gemeinsam in eine selbstbestimmte Zukunft

Zielsetzung und Leistungen

Unsere Zielsetzung:

 

Als zentrales Ziel und im Zentrum unserer Arbeit bestehen die gesellschaftspolitische Notwendigkeit und das öffentliche Interesse an dem Erhalt des Wohls des Kindes oder Jugendlichen und an der Wiederherstellung, Sicherung und Stabilisierung familiärer Erziehungsressourcen.

Durch sich verändernde gesellschaftliche Strukturen und Rahmenbedingungen können zur bedarfsgerechten Erbringung unterstützender Leistungen fremdsprachliche Kenntnisse und interkulturelle Qualifikationen von Nöten sein, welche unsere Teammitglieder mit Hilfe fundierten Theorie- und Praxiswissens in einer Vielzahl von Fällen unter Beweis gestellt haben.

Die Berücksichtigung, Gewährleistung und Umsetzung der auf internationaler und nationaler Ebene festgeschriebenen Rechte der Kinder und Jugendlichen nach UN-Kinderrechtskonvention ist in diesem Zusammenhang für unsere Arbeit von zentraler Bedeutung. Eine Inanspruchnahme von Hilfeleistungen nach dem Sozialgesetzbuch beruht auf diesen verankerten Rechten. Nach dem SGB VIII hat jedes Kind ein Recht auf die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, sowie auf altersentsprechende Beteiligung in einem möglichen Hilfeverfahren. Wünsche und Wahlfreiheiten der Kinder und Jugendlichen sind folglich als patizipatorische Rechte zu berücksichtigen und zu sichern.

 

Der Sozial- und Rechtsstaat gestaltet die Partizipation als elementares Prinzip im Leistungsbereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, das im Grundgesetz nach § 6 GG verankert ist. Auf individueller, bedarfsgerechter und partizipatorischer Hilfe sollte folglich jede Hilfeplanung beruhen. Im Prozess der pädagogischen Hilfeleistung werden die Beteiligungsmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen und deren Eltern als Entwicklungs- und Aushandlungsprozess diskutiert und geklärt.

 

Die Hilfe zur Erziehung verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche in ihrer sozialen und individuellen Entwicklung zu fördern und dazu beizutragen, vorhandene Benachteiligungen abzubauen bzw. zu vermeiden.

Durch die sozialpädagogische Hilfestellung soll das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen der Kinder und Jugendlichen gefördert und gestärkt werden. Den Kindern und Jugendlichen sowie Eltern sollen schließlich Formen gewaltfreier Auseinandersetzung, sowie angemessene Strategien zur Konfliktlösung vermittelt werden.

 

Die Hilfeleistung richtet sich folglich an die gesamte Familie in ihrer Lebenswelt, um zum Bestehen im Alltagsleben beizutragen und greift dabei auf Ressourcen, sowohl im Familienkreis, als auch in der jeweiligen Kommune zurück. Es gilt der Grundsatz, dass die vorhandenen Ressourcen für die Familie aktiviert, sichtbar und nutzbar gemacht werden. Nicht zuletzt soll das soziale Umfeld in den Lösungsprozess einbezogen werden und ein umfänglicher sozialräumlicher Bezug Beachtung finden.

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Quelle: IfiL Netzwerk

 

Unsere Leistungen:

 

§ 30 SGB VIII - Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer

„Der Erziehungsbeistand und der Betreuungshelfer sollen das Kind oder den

Jugendlichen bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes unterstützen und unter Erhaltung des Lebensbezugs zur Familie seine Verselbstständigung fördern.“

Bei dieser Regelung geht es also an erster Stelle um individuelle und soziale Entwicklung des Kindes oder der Jugendlichen. Diese Aufgabe soll mit besonderer Ausrichtung auf die Familienverhältnisse gestaltet werden. Die Hilfeleistung hat sowohl präventiven als auch resozialisierenden Charakter. Sie ergänzt und unterstützt die familiäre Erziehung und bezieht das soziale Umfeld in die Arbeit mit ein. Die Hilfeform stellt hohe Anforderungen an Flexibilität und Individualität der praktischen Arbeit.

 

§31 SGB VIII - Sozialpädagogische Familienhilfe

„Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie ist in der Regel auf längere Dauer angelegt und erfordert die Mitarbeit der Familien“.

Damit sind die Aufgaben dieser Hilfeart recht klar definiert. Hilfen werden durch das IfiL Netzwerk in verschiedensten Sprachen erbracht und verfolgen einen interkulturellen und kultursensiblen Schwerpunkt, was in der Regel für mehr Bedarfsgerechtigkeit sorgt. MitarbeiterInnen verschiedenster Herkunft ermöglichen die Erbringung dieser speziellen Leistungen. Auch hier spielt die Flexibilität und Individualität der Hilfeleistung eine eintscheidende Rolle beim Erfolg der Arbeit.

 

§35 SGB VIII - Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung

„Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung soll Jugendlichen gewährt werden, die einer intensiven Unterstützung zur sozialen Integration und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung bedürfen. Die Hilfe ist in der Regel auf längere Zeit angelegt und soll den individuellen Bedürfnissen der Jugendlichen Rechnung tragen.“

Die Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung (INSPE) legt die Bedürfnisse des Einzelfalls zugrunde, wobei davon ausgegangen wird, dass die betroffenen Kinder und Jugendlichen sich jeweils in gefährdeten Lebenssituationen befinden. Auch die INSPE stellt sich somit als ein stark individualisierter und zeitintensiver Betreuungsansatz dar. Aus fachlicher Sicht hat sie den Charakter einer Ultima ratio - und zwar dahingehend, dass sie immer dann greift, wenn andere Erziehungsangebote in ihrer Wirkung und Zielsetzung versagt haben.

 

§35a SGB VIII - Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche

"Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf Eingliederungshilfe, wenn ihre seelische Gesundheit (...) von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht, und daher eine Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist oder eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist."

Durch entsprechende Fachärzte wird in der Regel festgestellt, wer Anspruch auf Leistungen aus diesem Paragraph hat. Das Ziel der Hilfe ist die Teilhabe der KlientInnen zu gewährleisten und seelische Gesundheit zu fördern. Dies geschieht oftmal in amulanter Form bzw. in den Tageseinrichtungen der Kinder und Jugendlichen und schließt somit am alltäglichen Leben an.

 

§41 SGB VIII - Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung

„Einem jungen Volljährigen soll Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung gewährt werden, wenn und solange die Hilfe aufgrund der individuellen Situation des jungen Menschen notwendig ist."

Wie aus dieser Vorschrift hervorgeht, verfolgt die Form der Hilfeleistung das Ziel zur Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung des jungen Volljährigen beizutragen. Zu den Aufgaben gehören vorwiegend beratende und anbindende Maßnahmen im Zuge einer Nachbetreuung, damit der Übergang in die Verselbstständigung des Klienten nachhaltig gewährleistet werden kann.

 

 

Weitere Leistungen

Durch die Erfahrung und die verschiedenesten Qualifikationmaßnahmen unserer MitarbeiterInnen, kann ferner eine Vielzahl weiterer sozialarbeiterischer und sozialpädagogischer Leistungen erbracht werden. Hierzu gehören unter anderem

 

  • Schulung für Eltern im Rahmen des Konzepts "Stake Eltern, starke Kinder",​ 
  • Antigewalttraining,
  • Begleiteter Umgang nach §18 SGB VIII,
  • Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen,
  • suchttherapeutische Begleitung und Schulbegleitung.

Hier sind wir zu finden:

 

IfiL Netzwerk gGmbH

Integration für interkulturelles Leben

Hilfe zur Erziehung

 

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Rösrather Str. 544
51107  Köln

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